Leonardo da Vinci

Leonardo da Vinci wurde am 15. April 1452 in der Nähe von Florenz geboren. Er war der Sohn eines einflussreichen Notars und einer Magd. In seiner Jugendzeit zog der schon damals begeisterte Künstler mit seinem Vater nach Florenz, wo er seine siebenjährige Lehrzeit bei Verrocchio, einem angesehenen Maler und Bildhauer ableistete. Sowohl in seiner Lehrzeit als auch danach bekam da Vinci Aufträge als Künstler, Bildhauer und Maler. 1482 wurde er an den Mailänder Hof gerufen, wo er sich auch als Militäringenieur bewährte.

Dort entwickelte er mit Hilfe von Boten auch die erste Müllabfuhr. Zur selben Zeit machte er Einträge in seinen Notizen zu Geometrie, menschlicher Anatomie und Phänomen von Licht und Schatten. 1490 entwarf er ein Reiterstandbild.Im selben Jahr studierte er in den Bibliotheken Mathematik und Physik. In den zwei folgenden Jahren begann er an seinem Buch „Die menschliche Figur“ zu arbeiten. In diesem Zeitraum entstand auch der vitruvianische Mensch. 1494 bekam Leonardo da Vinci den Auftrag, „Das Abendmahl“ zu malen.

Schon in der Entstehungszeit wurde das Bild von vielen Künstlern bewundert. Da Vinci wurde auch von Luca Pacioli, einem Mathematiker geschätzt, mit dem er sich anfreundete und mit dem er viele gemeinsame Projekte machte, wie die Lösung des Rätsels „Die Quadratur des Kreises“.

1500 zogen die beiden Freunde nach Venedig und Florenz. Da Vinci bemühte sich um Gemälde Aufträge, interessierte sich jedoch mehr für wissenschaftlich Fragen. Auch entwarf er Kanalisationen. 1501 malte er für den französischen Hof die „Madonna mit Spindel“. 1504-1505 arbeitete da Vinci an einem Gemälde der Schlacht von Anghiari. Bei dieser Gelegenheit lernte er auch Michelangelo kennen.

Der junge Raffael und andere Künstler studierten die Künste von Leonardo. Zeitgleich malte er das Portrait der Mona Lisa. Napoleon war von dem Lächeln der Mona Lisa angetan und hing es in sein Schlafzimmer. In Frankreich fertigte da Vinci ein Selbstporträt an. Von 1512-1516 war da Vinci in Rom, wo er anders als die jüngeren Künstler Raffael und Michelangelo nicht geduldet war.

In Rom war da Vinci gestresst und oft krank. Er malte auch nur ein Bild, Johannes der Täufer. Die letzten zwei Jahre seines Lebens lebte da Vinci in Frankreich und arbeitete auch dort noch als Projektingenieur um einen Kanal zwischen Loire und Saône zu graben. Im Mai 1519 starb Leonardo da Vinci, angeblich in den Armen des Königs. Er war seiner Zeit weit voraus und wird als Universalgelehrter bezeichnet. Es wird angenommen, dass da Vinci homosexuell war.

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Raffael

Raffaello  Sanzio da Urbino auch Raffaelo Santi  oder  kurz Raffael war ein italienischer Maler und Architekt. Er gilt als einer der wichtigsten Künstler der Renaissance. Raffael wurde wahrscheinlich am 6. April 1483 in Urbino  geboren. Er starb am 6. April 1520 in Rom.

Kindheit:   Seine Eltern Giovanni Santi und Magia Ciarla arbeiteten als Goldschmiede und später als Maler. 1491 verlor Raffael im Alter von acht Jahren seine Mutter. Drei Jahre darauf starb auch sein Vater, der ihn zuvor aber in die Maler-Ausbildung gegeben haben soll. Zwischen 1494 und 1500 ging Raffael dann nach Perugia wo er bei Pietro Vanucci in die Lehre ging. Er schaffte es, den Stil von Pietro so gut zu imitieren, dass man sie kaum unterscheiden konnte. Man erkannte das künstlerische Talent in Raffael schon früh, deshalb wurde er schon im Alter von 17 Jahren zum Meister.

Privatleben: Raffael war sein Leben lang unverheiratet, aber lange mit Maria da Bibiena verlobt (sie starb 1520). Außerdem hatte er eine Geliebte namens Margharita Luti (die Tochter eines Bäckers in Rom). Margharita Luti ist auch unter dem Namen Fornarina bekannt. Raffael hat sie in vielen seiner Werke verewigt. Raffael starb am 6. April 1520 schon im Alter von 37 Jahren entweder an Aderlass zur Kurierung einer Geschlechtskrankheit oder an Malaria. Er wurde auf seinen eigenen Wunsch im Pantheon in Rom bestattet.

Einfluss auf die Renaissance: Neben der Malerei beschäftigte sich Raffael auch mit der Architektur. So wurde er zum Beispiel nach dem Tod von Bramante zum Bauleiter des Petersdoms ernannt. Außerdem war er zusammen mit Leonardo da Vinci und Michelangelo am Ausbau des Vatikanpalastes beteiligt. Er durfte im Auftrag des Papstes drei Räume bemalen. Und man kann auch seinen Einfluss in der Sixtinische Kapelle sehen.

Berühmte Werke: Berühmte Werke sind zum Beispiel: Die Auferstehung Christi, die Schule von Athen, der heilige Georg im Kampf mit dem Drachen und sein letztes Werk die Verklärung Christi.

Michelangelo

Michelangelo heißt mit vollem Namen „Michelangelo di Lodovico Buonarroti Simoni“. Sein Spitzname war „der Göttliche“. Er wurde am 6. März 1475 in Caprese, Toskana (die heutige Provinz Arezzo) und starb am 18. Februar 1564 in Rom. Michelangelo stammte aus einer angesehenen Bürgerfamilie in Florenz. Michelangelo war ein Italienischer Maler, Bildhauer und Architekt der Stilepoche Renaissance.

Michelangelo stammte aus einer angesehenen Bürgerfamilie in Florenz. Er hatte drei Brüder. Als er sechs Jahre alt war, starb seine Mutter. Sein Vater heiratete dann wieder. Mit sieben Jahren ging er in die Lateinschule. Er wollte damals schon Künstler werden. Sein Vater war dagegen, aber Michelangelo setzte sich durch.

Mit 13 Jahren wurde er Schüler eines berühmten Künstlers und erlernte dort die Freskomalerei. Mit 14 Jahren wechselte er auf eine andere Kunstschule und erlernte dort die Bildhauerei. Später arbeitete er vor allem in Florenz, Rom und Bologna. Michelangelo sprach nicht so gerne mit anderen Menschen. Er heiratete auch nie und hatte keine Kinder. Er widmete sein ganzes Leben der Kunst. 

Quelle: https://klexikon.zum.de › wiki › Michelangelo
Quelle: https://www.helles-koepfchen.de › suche=michelangelo

Begriffe: 
Freskomalerei: Auf frischem, noch feuchtem Putz ausgeführte Malerei

Putz: Kuppelgemisch aus Sand, Wasser und Bindemitteln, mit dem Außenwände zum Schutz gegen Witterungseinflüsse verputzt werden.

Seine berühmtesten Werke

Seine berühmtesten Statuen sind die Pietà (Maria mit dem toten Jesus in den Armen) und  die des David. Die Pietà schuf er etwa im Jahr 1499 und die Statue des Davids im Jahr 1504. Die Statue des David ist die bekannteste Skulptur der Kunstgeschichte. Sein berühmtestes Bild ist die Decke der Sixtinischen Kapelle in Rom. Der Ausschnitt zeigt die Erschaffung von Adam. Er lag beim Malen die ganze Zeit über auf dem Rücken auf einem Gerüst. In dieser Kapelle wird jeweils der neue Papst gewählt, deshalb ist sie besonders wichtig. Er bekam den Auftrag die Peterskirche zu bauen. Die beeindruckende Kuppel des Doms entwarf er zwar, aber deren Fertigstellung erlebte er nicht mehr.

Quelle: Https://www.italien.de/info/michelangelo
Quelle: https://klexikon.zum.de › wiki › Michelangelo
Quelle: https://www.helles-koepfchen.de › suche=michelangelo

Michelangelo und die Renaissance

Die Renaissance beendete das Mittelalter und markiert den Beginn der Neuzeit. Michelangelo, wurde in der Stilepoche der Renaissance geboren. Er entwickelte eine neue Form der Architektur. Er verarbeitete auch bildhauerischen Elemente, die dadurch Plätzen und Bauwerken ein einzigartiges Aussehen gab. Er verbannt die Traditionen der Antike mit den künstlerischen Strömungen der Zeit. Außerdem war er einer der bedeutendsten Künstler der ital. Hochrenaissance und weit darüber hinaus. Deshalb hatte niemand mehr Einfluss auf die Renaissance als er.

Im Auftrag der Wollweberzunft erschuf er von 1502 bis 1504 die berühmte David-Skulptur. Die Wollweber hatten bereits im Jahr 1378 erfolgreich einen Aufstand der Bürger gegen den Adel entfacht, um mehr Rechte für sich zu erwirken. Der David sollte ein Denkmal dafür sein und als Symbol für die Unabhängigkeit und Freiheit der florentinischen Bürgerschaft gelten. Im Auftrag Paul III. malte Michelangelo als Ergänzung zu den Fresken der Sixtinischen Kapelle das „Jüngste Gericht“. Es sorgte wegen der dargestellten Akte für einen Skandal.

Quelle: http://www.art-michelangelo.de/renaissance-manierismus/

Begriffe:
Fresken: Eine Technik der Wandmalerei, bei der die zuvor in Wasser eingesumpften Pigmente auf den frischen Kalkputz aufgetragen werden.
Sixtinischen Kapelle: Eine der Kapellen des Papstes. Hier findet die Versammlung der wahlberechtigten Kardinäle der römisch-katholischen Kirche zur Wahl des Papstes, statt.
Jüngste Gericht: Gottes Gericht: Der Mensch muss irgendwann Rechenschaft für sein Leben ablegen. 



Die neue Epoche: die Renaissance

Die Renaissance war ein Zeitalter, dass kurz nach dem Mittelalter begann. Renaissance ist Französisch und bedeutet „Wiedergeburt“. Denn in diesem Zeitabschnitt wurde das Wissen der Antike wiederentdeckt, weiterentwickelt und aufgewertet. Seinen Ursprung hatte die Renaissance in Italien, da dort besonders reiche Menschen lebten, die es sich leisten konnten neben dem Privat- und Arbeitsleben noch für Bildung zu sorgen.

Eine ganz wichtige Stadt, die in der Renaissance von großer Bedeutung war, ist Florenz.Bedeutende Künstler, die das Wissen in der Renaissance weitergebracht haben, waren Leonardo da Vinci, Michelangelo und Raffael.

Leonardo da Vinci:  1452-1519
Mit seinem Wissen, Erfindungen und Technologien, die noch heute von                             großer Bedeutung sind, war er seiner Zeit weit voraus.
Berühmte Werke:   Mona Lisa, der Vitruvianische Mensch und sein berühmtes                                                   Skizzenbuch.

Michelangelo: 1475-1564
Er verband die Traditionen der Antike mit den Strömungen seiner Zeit.                              Niemand hatte größeren Einfluss auf die Antike als er.
Berühmte Werke:   Gemälde der Cascina-Schlacht, die David-Skulptur und die Schlacht                                  von Anghihari

Raphael: 1483-1520
Er war unteranderem an dem Ausbau des vatikanischen Palastes                                          beteiligt. Zahlreiche Entwürfe stammen von ihm.  
Berühmte Werke:   Sixtinische Madonna und die Schule von Athen

Aus welchem Grund hat sich König Chlodwig taufen lassen?

Um das Jahr 497 ließ sich der fränkische König Chlodwig taufen, zu dieser Zeit herrschte Krieg zwischen den Franken und den Alemannen. Vor diesem Krieg konnte er auf keiner Weise zum Christlichen Glauben bekehrt werden. Aber als die Heere in dem Krieg bei einem Kampf aufeinanderstießen, kam es zu einem gewaltigen Blutbad und Chlodwigs Heer war nahe daran völlig zerstört zu werden. Da betete er zu Christus, da ,,seine“ Götter ihm nicht helfen wollten. 

Da flohen die Alemannen und unterwarfen sich Chlodwig nachdem sie sahen, dass ihr König getötet worden war. Mit Chlodwig wurden noch weitere Adlige stellvertretend für das Volk getauft. Außerdem konnte Chlodwig sich jetzt sicher sein, dass die Bischöfe ihn politisch unterstützen würden und die Bevölkerung ihm gehorchen würden. Da sie sagten, dass Gott wolle, daß sie herrschen und genossen bei der Bevölkerung deshalb ein hohes Ansehen.

Quelle: Schulbuch S.17
Darstellung der Taufe Chlodwigs in einer französischen Buchmalerei; eine Taube bringt die heilige Ampulle (Grandes Chroniques de France, entstanden 1375–1379; Bibliothèque Nationale de France, Département des Manuscrits, Français 2813, fol 12v).

Karl der Große – „Vater Europas“?

Karl der Große (lat. Carolus Magnus) war von 768 bis 814 König der Franken. Unter seiner Herrschaft gelang dem Frankenreich seine größte Ausdehnung und Machtentfaltung.

Lebenslauf/ Kriege/Eroberungen

Geboren wurde er vermutlich am 2. April 748, sein Geburtsort ist nicht bekannt.Am 14. September starb Karls Vater Pippin und das Frankenreich wird zwischen ihm und seinem Bruder Karlmann aufgeteilt. Karl bekam Neustrien, Austrasien und das westliche Aquitanien, Karlmann das östliche Aquitanien, die Provence, Burgund und Alemannien. Nach dem Tod seines Bruders war er von 771 an Alleinherrscher.

Von 772 bis 804 kämpfte Karl gegen die Sachsen (Sachenkriege). Im März 773 wurde Karl vom Papst um Hilfe gegen die Lamgobarden gebeten, 774 eroberten die Franken Pavia und Karl nahm den Titel Rex Langobardorum an.

775/776 wurden die Sachsen von Karl unterworfen, welcher mit der Chritianisierung der Sachsen ebenfalls begann.

778 versuchte Karl auch die Muslime in Spanien zu unterwerfen, wurde jedoch zurückgeschlagen. Nach 800 gelang es ihm, gemeinsam mit seinem Sohn Ludwig, von der spanischen Grenze bis zum Ebro als Spanische Mark einzurichten. 785 unterwarf sich Widukind, der Anführer der Sachsen und ließ sich taufen. 787 wurde der bayerische Herzog Tassilo lll. besiegt, 788 setzte Karl ihn im Pfalz Ingelheim ab und gliederte Bayern ins Frankenreich ein.

795 kämpfte Karl erneut gegen die Araber in Spanien. 791-796 unterwarf Karl in mehreren Kriegen die Awaren an der Donau und am Theiß und errichtete die Awarische Mark. Am 25. Dezember 800 wurde Karl durch Papst Leo lll. in der Peterskirche in Rom zum Kaiser gekrönt, nachdem Karl dem Papst bei der Verschwörung des römischen Stadtadels geholfen hatte. 804 unterwarf er die Sachsen endgültig und gliederte sie in das Frankenreich ein.

Am 28. Januar 814 starb Karl in Aachen und wurde dort in der Pfalzkapelle beigesetzt. 1950 stiftete Aachen in Anerkennung seiner Verdienste den internationalen Karlspreis, der jährlich vergeben wird.

Warum wird Karl „ Vater Europas“ genannt?

Bei diesem Thema gibt es verschiedene Meinungen unter den Historikern. Viele meinen, er heißt so, weil er das fränkische Reich regierte, welches- durch seine Erweiterung- sich um fast ganz Europa erstreckte. 

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Das Frankenreich – Vorgänger des heutigen Europas?

Das Gebiet in denen die Franken ursprünglich lebten, lag im nördlichen Rheingebiet. Es war deutlich kleiner als das heutige Frankreich. Doch unter der Herrschaft von König Chlodwig I. (481/82 – 511) und  später Karl dem Großen (herrschte 768 – 814) wurde das Reich beträchtlich vergrößert.

Durch die Eroberungen von Mittel- und Oberfranken wurde die immer stärker werdende Allianz unter Chlodwig I. eine starke Bedrohung für das römische Reich. Als dann im 5. Jahrhundert das römische Reich zerfiel, eroberte Chlodwig I. weiteres Land im Bereich des heutigen Belgiens. 487 unterwarf Chlodwig I. das Land des Synagrius, dem letzten selbständigen römischen Herrscher. Unaufhaltsam rückte er weiter und besiegte die Alemannen, die vor allem im heutigen Baden – Württemberg lebten. 507 eroberte er Aquitanien, im heutigen Südfrankreich.

Karl der Große

Zum Zeitpunkt der Krönung Karl des Großen gehörte bereits das Reich der Burgunder zum Herrschaftsgebiet, im heutigen Frankreich. Unter Karl dem Großen wurden dann auch noch die Gebiete der Sachsen, Thüringer, Böhmer, Bayern und Lombarden eingenommen. Zusätzlich eroberte er einen Teil Spaniens, die sogenannte Spanische Mark.  Das Imperium reichte somit vom heutigen Spanien bis nach Ungarn.

Das Frankenreich bedeckte weite Teile der heutigen EU, füllte es aber nicht vollständig aus: Die Länder im Norden und Osten fehlen (Zypern, Griechenland, Bulgarien, Rumänien, Polen, Litauen, Lettland, Estland, Finnland, Schweden, Dänemark, Großbritannien, Irland). Im Westen fehlen der größte Teil Spaniens und Portugal. 

Gemeinsamkeiten und Unterschiede vom Frankenreich und dem heutigen Europa:
Karl der Große führte Kriege um die Länder unter seiner Herrschaft zu vereinen. Heute sind sie freiwillig unter dem Dach der EU vereint, u.a. um Kriege zu vermeiden und wirtschaftlich zusammen zu arbeiten.

Bildquellen: https://www.kinderzeitmaschine.de/mittelalter/fruehmittelalter/ereignisse/die-merowingerzeit/chlodwig-i-und-das-katholische-christentum/      

https://www.welt.de/geschichte/article187218462/Frankenreich-Woran-Karl-der-Grosse-wirklich-litt-und-am-Ende-starb.html  https://de.wikipedia.org/wiki/Fr%C3%A4nkisches_Reich